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VHS-Kino: Unsere kleine Schwester

„Ein zärtliches Kinomeisterwerk“ und „allerbeste Filmkunst“, so titelte die Presse über den aktuellen VHS-Kinofilm, als dieser im Dezember 2015 anlief. Passend zur Vorweihnachtszeit bietet der Film eine zauberhafte japanische Alltagsgeschichte. Sie erzählt vom Erwachsenwerden, von der Familie in all ihren Facetten und von der Zeit, die es braucht, um zu wachsen. Im Mittelpunkt steht Suzu, ein junges Mädchen, das beim Begräbnis ihres Vaters, der seine erste Familie schon vor 15 Jahren verlassen hat, ihre drei Halbschwestern kennenlernt. Da sie nicht bei ihrer Stiefmutter, mit der sie sich nicht versteht, leben möchte, nimmt sie das Angebot ihrer Halbschwestern an und zieht zu ihnen. In dem großen alten Haus, das der Familie gehört, entwickelt die Geschichte die unterschiedlichen Charaktere und die unterschiedlichen Rollen in dieser neuen Familienzusammensetzung. Es ist eine Story, um Pubertät, Liebe und Beruf. Doch es im Hintergrund gibt es noch eine ziemlich geheimnisvolle Familiengeschichte.

Dabei bleibt die Schwestern-WG ein Ort, wo es selten hoch hergeht. Vielmehr sind gemeinsame Rituale wichtig, Konflikte lösen sich durch Handeln und das gemeinsame Vertrauen. Der Film lässt sich und den handelnden Personen Zeit. Zusammen mit der zurückhaltenden Inszenierung gibt ihm das den glaubwürdigen Charme und die realistische Perspektive. Dabei findet die Kamera wunderbar stimmige Perspektiven für die Schwestern und ihren Alltag. Ein ungewöhnlich poetischer Film, der an ungemütlichen Winterabenden Kopf, Hand und Herz erwärmt.

 

Der Film läuft im Olper Cineplex-Kino am 7. Dezember um 17.30 Uhr und 20.15 Uhr sowie am 13.12. um 17.30 Uhr. Im Lichtspielhaus Lennestadt wird der Film am 8. Dezember um 17.30 Uhr und am 13.12. um 20.00 Uhr gezeigt.